· 

Wechselbad der Gefühle für junge Tauchaer Filmemacher zur „VISIONALE LEIPZIG“

Foto: Grit Göpfert-Krauß
Foto: Grit Göpfert-Krauß

Leipzig/Taucha. Ein wunderbar berührender Film, eine riesige Leinwand in schillerndem Ambiente und tosender Applaus, der auch nach dem Abspann einfach nicht verstummen wollte. Dieses bewegende Schauspiel bot sich am vergangenen Sonntag nicht nur so manchem Zuschauer, sondern auch begeisterten jungen Filmemachern aus Taucha zur „VISIONALE LEIPZIG“ im Jahr 2017.

 

Bereits vor der großen Preisverleihung des sachsenweiten Medienwettbewerbs für Kinder und Jugendliche am Abend des 19. Novembers, stellte das Leipziger Schauspielhaus nun schon zum fünften Mal in Folge die Bühne für die in diesem Jahr zum Medienfestival zugelassenen Filme Fotografien oder anderweitigen Beiträge dar. Noch nie hat es bisweilen ein Projekt aus Taucha geschafft, die Hürde der Juryentscheidung vorab zu überklimmen und sich letztlich eine Teilnahme an dieser Veranstaltung zu ergattern. Der im Rahmen der Projektwoche des vergangenen Schuljahres des Arwed Rossbach Gymnasiums  als „Jonas-Juckeland-Film“ entstandene Kurzfilm „EINFACH NORMAL“ hat es aber geschafft und konnte so im Schauspielhaus Leipzig, kritisch und sichtlich stolz von den am Projekt beteiligten Lehrern und mittlerweile ehemaligen Abiturienten beäugt, auf großer Leinwand noch einmal Premiere feiern.

 

 

Für Kenner der „VISIONALE LEIPZIG“ nicht sonderlich neu ist, dass bis zum Beginn der eigentlichen Preisverleihung am Abend nicht feststand, welche der zum Medienfestival zugelassenen Projekte,  letztendlich für einen der Preise in den jeweiligen Kategorien nominiert sind. Umso überraschender war der Augenblick, als ein kurzer Einspieler die Nominierung von „EINFACH NORMAL“ in der Kategorie „Video“ verkündete. Der Film zeigt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in einem Zwiespalt zwischen ihrer Liebe zu Frauen, einer innigen Freundschaft und dem immensen schulischen Leistungsdruck wiederfindet und dabei nichts lieber hätte, als eine gewisse Normalität im Leben. Gedreht wurde der 20 minütige Kurzfilm im Januar und Februar 2017 in und um Leipzig, Markkleeberg und in der Parthestadt Taucha.

 

„Menschen berühren und für die jugendlichen Probleme in unserer heutigen, rasant schnelllebigen Welt sensibilisieren, das und nicht weniger wollten wir mit diesem Film erreichen und haben es in meinen Augen auch geschafft, wie die 14 000 Zuschauer bei YouTube eindrucksvoll zeigen“, so Jonas Juckeland, der Regisseur des Kurzfilmes „EINFACH NORMAL“ kurz nach der emotionalen Preisverleihung. Gleichwohl es die Jury an dem Abend bei der Nominierung des Kurzfilmes belässt, trübt das keineswegs den Gesamteindruck dieses fantastischen und außergewöhnlichen Projektes, auf das nicht zuletzt auch die beiden am Projekt beteiligten Lehreinnen der Abiturstufe der Arwed Rossbach Schule, Frau Göpfert-Krauß und Frau Reinicke,  begeistert und noch immer  sichtlich beeindruckt zurückblicken.